Die Sehnsucht nach der "guten alten Zeit" - PONY KARPFEN ADLER

PONY KARPFEN ADLER
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Die Sehnsucht nach der "guten alten Zeit"

Leseproben

"Jahre waren vergangen. Von seinen Brüdern weit und breit keine Spur. Was mochte aus ihnen geworden sein. Hatten sie etwa das gefunden, wovon sie alle in Kindertagen geträumt hatten? Waren es gute Menschen geworden? Erwachsen und reif? Oder saßen sie gar in einem Gefängnis? Bei Wasser und Brot mit dicken Mauern drumherum? Fragen über Fragen, die Waldemar keine Ruhe ließen. So in sich und seinen Grübeleien versunken, kam er in ein Königreich mit Namen "Hollandia". Zunächst merkte er es nicht, dass er sich in einem völlig fremden Gebiet bewegte. Nur die Dörfer, durch die er zog, strahlten eine eigentümliche Atmosphäre aus. Die Sonne ließ sich nur wenig blicken. Grau und nebelverhangen waren die Tage. Ein eigentümlich schwefeliger, beißender Gestank lag in der Luft und schnürte Waldemars Kehle und Brustkorb ein. In den Kirchen bimmelten die Totenglocken. Die Handwerker, wie: Bäcker, Schuster, Dachdecker, Fleischer, Schornsteinfeger und andere Leute, wie die Verkäuferinnen in den Geschäften aber auch die Mitarbeiter in den öffentlichen Diensten,Transporten und Verkehrsbetrieben hatten alle sehr traurige, sorgenvolle Gesichter. Vom Kummer ganz gerötet und verzerrt. Er fragte sich, was das alles zu bedeuten hätte. "Etwa paranoide Massenhysterie? „Oder gar kollektive Depressionen?" Also sprach er die Leute an...."

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü