Waldemars Sommernachtstraum - PONY KARPFEN ADLER

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Waldemars Sommernachtstraum

Leseproben

"Eines Abends zeigte ihr Waldemar auf einer Parkbank den wunderschönen Sternenhimmel und fragte:
"Mariechen, weißt du eigentlich, dass das Sternenlicht, welches wir gerade jetzt, in diesem Augenblick sehen, schon seit vielen, vielen Millionen von Lichtjahren zu uns unterwegs gewesen ist? Wir schauen also genau in die Vergangenheit. Ist diese Vorstellung nicht phantastisch? Wer weiß wohl, was gerade heute, also jetzt genau in diesem Augenblick, in dieser weiten Ferne vor sich geht? Da wo das Licht einmal gewesen war?"
"Du meine Güte, worüber du alles nachdenkst"
sagte sie, sichtlich ernüchtert.
"Wir wollten doch darüber reden, was wir morgen alles machen wollen."
"Ach Mariechen"
sagte Waldemar
"Laß uns doch auch erst ein wenig über den Sternenhimmel reden und darüber rätseln, was sich dahinter verbergen könnte"
dabei wollte er sie in den Arm nehmen. Sie aber entzog sich ihm
"Geh! Der Sternenhimmel ist mir zu weit weg. Der nächste Tag ist mir viel näher. Der ist die Wirklichkeit."
sagte sie etwas resoluter als sonst. Waldemar wollte nicht so schnell aufgeben und fuhr einfach fort:
"Aber Mariechen, weißt du denn nicht was das für uns hier auf der Erde bedeuten könnte, wenn wir auch nur ein paar kleine Geheimnisse enträtseln und zu unser aller Wohl nutzbar machen können?"
"Mein Gott, Waldemar, du Träumer, was bist du doch für ein Kindskopf"
sagte sie daraufhin, fast ein wenig vorwurfsvoll:
"Das kannst du doch getrost den Wissenschaftlern, den Physikern, den Astro-Physiker, weiß der Himmel wie diese Burschen alle heißen, überlassen. Die werden schließlich dafür bezahlt."
Sie stand auf und ging, ohne sich mit einem Kuss zu verabschieden"

 
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